Traditionsunternehmen TONGER seit 1822

Traditionsunternehmen TONGER seit 1822

Wir über uns

Am 1.07.1822 gründete Augustin Josef Tonger innerhalb seines Antiquitätengeschäftes eine Noten- und Buchhandlung, da durch die Säkularisierung während der französischen Besatzung viele Klöster aufgelöst und auch Kirchen verweltlicht wurden und erstmals so ein nennenswertes Warenangebot auf den Markt kam. Die Gründungsanschrift: Köln, Am Hof 33 - gegenüber dem Dom in gemieteten Räumen.

Sein Sohn Peter-Josef Tonger, der sich dieses Bereiches seit Beginn mit Begeisterung annahm, erbaute gegenüber, Am Hof 34-36, ein repräsentatives Musik- und Wohnhaus und betrieb die Musikalienhandlung nun eigenständig. Durch die Hinzunahme der Verlagstätigkeit (die älteste Ausgabe datiert von 1835) und des Instrumenten-Handels und -Baus erwarb TONGER weitere Bedeutung. So konnte 1909 der Enkel des Gründers eine benachbarte Lehrmittelanstalt erwerben und das Geschäfts- und Wohnhaus zu einem stattlichen Gebäude, Am Hof 30-36 (s. Bild), erweitern. Im Bombenhagel 1944 wurde dieses stolze Haus, an das sich noch heute gerne Kölner Bürger erinnern, bis auf die Grundmauern zerstört.
In der wechselvollen Geschichte des Hauses TONGER mussten nicht nur die Weltkriege sondern auch schwere Wirtschaftskrisen überwunden werden. Dennoch erwarb sich das Haus TONGER stets wieder Ansehen und Fachkompetenz. Tonger brachte u.a. 1886 die erste deutsche Musikzeitschrift heraus, war über 20 Jahre Hoflieferant seiner Königlichen Majestät, Kaiser Wilhelm II, sammelte und veröffentlichte als Verleger ein sehr umfangreiches rheinisches Lied- und Volksgut und bot stets seinen Kunden das Aktuellste vom Musikmarkt. Auch gehörte TONGER zu den Gründern und Mäzenen der Kölner Hochschule für Musik sowie der Rheinischen Musikschule in Köln.
Nach der Zerstörung, bei der neben dem Haus auch die gesamten Waren- und Produktionslager verloren gingen, teilte sich 1951 das Haus TONGER in den Musikverlag, der in Köln-Rodenkirchen geführt wurde und in die Musikalienhandlung, die in Räumen des Dom-Hotels eine neue Unterkunft bekam. Man blieb so aber Am Hof in Köln und am Dom.

Die vierte Generation übernahm nun den Wiederaufbau mit viel Energie und Einfallsreichtum, wie das für diese Zeit üblich, aber auch notwendig war. Als der bis zum Jahre 2014 geschäftsführende Gesellschafter Lutz Wentscher - seine Mutter war Hedwig Tonger - 1972 in die Firma eintrat, führte TONGER bereits wieder Noten, Instrumente und Schallplatten und hatte seinen guten Ruf wieder aufbauen können, obwohl es inzwischen auch andere Musikhäuser in Köln gab.
1999 entstand eine weitere Tonger-Serviceabteilung. Sie wendet sich speziell an die rund 1.000 deutschen Musikschulen, aber auch an Orchester und Musiklehrer in ganz Deutschland. Anfangs bereiste ein Außendienstmitarbeiter diese neuen Kunden und stellte diese sehr individuelle Leistung vor. Wir sind ein zuverlässiger Partner dieses Kundenkreises, der stark auf Beratung und schnelle Leistung angewiesen ist. Dieses umso mehr, als die Zahl der deutschen Musikhäuser kleiner geworden ist.

1999 konnte sich das Pianohaus Tonger in Bonn, nach der Schließung des Hauses Braun Peretti, in ein sich über drei Etagen erstreckendes Musikhaus mit zwei Service-Werkstätten vergrößern. Seitdem steht der Bonner Bevölkerung heute ein Vollsortimenter im Bereich Musik zur Verfügung.

Die Kölner Situation mit fünf Geschäften war auf die Dauer nicht tragbar und so war es nur folgerichtig, dass die erste echte Chance genutzt wurde und Tonger-Köln zog 2002/2003 in zwei Etappen in ein sehr zentrales Ladenlokal in Köln, Breite Straße 2-4 / Ecke Nordsüdfahrt um. Drei Verkaufsebenen plus einer Lager- und einer Verwaltungsetage boten dem Gesamthaus ein neues Domizil.

2003 ergab sich aus bestehendem Bedarf eine weitere Versandabteilung. Tonger stellte nunmehr Klassik- und Jazz-Tonträger-Sortimente deutschlandweit in Buchhandlungen auf, da ein bedeutender Tonträger-Grossist diese Leistung eingestellt hatte. Heute  arbeitet Tonger in diesem Bereich mit rund 200 Buchhandlungen - mit zunehmender Tendenz sehr erfolgreich zusammen. Neben dem stationären Ladengeschäft gewinnt der Versandhandel auch über das Internet für Tonger eine zunehmende Bedeutung.
Es folgten zwei weitere Umzüge in die Breite Straße und in die Brückenstraße. Beide Standorte erwiesen sich aber nicht als ideal, so dass wir um Februar 2015 eine neue Residenz in der Zeughausstraße 24 bezogen.

Im Jahre 2014 geriet das Haus Tonger in finanziell schwieriges Fahrwasser und sah sich gezwungen Insolvenz anzumelden. Nach aufwändigen Sanierungsarbeiten startete die neu gegründete TONGER – Haus der Musik GmbH unter der Leitung des neuen Geschäftsführers Thomas Giehl an einem neuen Standort am Römerturm in Köln am 01. Januar 2015 den Geschäftsbetrieb.